Pressetexte


„MENSCH – NATUR – KULTUR“
Kunstprojekt im Wald auf dem Goldstein
Pressemitteilung zum Pressetermin 30.10.2021


Grünflächenamtsleiter Gabriele Wolter stellte am 30.10.2021 das Kunstprojekt im Wald auf dem Goldstein bei Rambach vor. Es ist der Auftakt einer Veranstaltungsreihe des Grünflächenamtes unter dem Motto „Es liegt in der Verantwortung des Menschen Natur und Kultur zu schützen“.  23 Künstler und Künstlerinnen arbeiteten seit dem 1.10.2021
Ziel der Veranstaltungsreihe ist die Information und Lobbyarbeit für das Grün. Es sind die Flächen, für die das Grünflächenamt zuständig ist wie Wald, Parks, Bäume in der Stadt u. a. Es geht um Schutz und Förderung der Artenvielfalt, Walderhaltung, Nachhaltigkeit, Boden-, Wasser- und Gesundheitsschutz und gegen die Klimakrise. Gleichzeitig sollen die Künstler und Künstlerinnen, die unter Corona besonders gelitten haben, eine Möglichkeit zur Arbeit und Präsentation ihrer Arbeit bekommen. Darüber hinaus stellt Kunst eine besondere Art und Weise des Zugangs zur Natur dar. Kunstschaffende arbeiten im Freien anders als im Atelier, es gibt andere Themen und Techniken. Waldbesucher, die vielleicht weniger in Museen und Galerien gehen, lernen bei ihren Spaziergänger Kunst kennen, werden vielleicht angeregt, selbst kreativ zu sein. In ihren Werken wird auf die Bedrohung des Waldes und der Natur und somit unserer Lebensgrundlage hingewiesen. Kunst trägt zur Bewusstseinsbildung bei.

 

Die Leiterin der städtischen Forstabteilung Sabine Rippelbeck erläuterte, dass auf der Waldfläche 2020 und 2021 tote Fichten infolge von Trockenheit und Borkenkäferbefall gefällt wurden. Gesunde Bäume blieben stehen. Es ist keine Kahlschlagfläche und kein toter Wald, den die Besucher sehen, sondern ein Mischwald mit über 10 Baumarten und Bäumen unterschiedlichen Alters. Der Folgebestand besteht aus überwiegend natürlicher Verjüngung. Einige Bäume (erkennbar durch den Einzelschutz aus Holz) wurden zur Ergänzung gepflanzt. Sicherlich kennen die Besucher viele Bilder von toten Wäldern weltweit. Die Veranstalter möchten die Folgen der Klimakrise nicht beschönigen, sondern – im Gegenteil – darauf aufmerksam machen. Das Projekt ist getragen von der Überzeugung, dass sich nur durch positives Denken und konsequentes Handeln die Erde – und somit das Zuhause von uns und zahlreichen Tier- und Pflanzenarten – retten lässt.


Es sind „Netzwerkveranstaltungen“: Die beteiligten Kooperationspartner und die Teilnehmenden bringen sich und ihre spezifischen Fähigkeiten und Inhalte ein, stellen „Egoismen“ im Interesse der Sache zurück. Die Veranstalter sind überzeugt, dass man zur Lösung der anstehenden weltweiten Krisen kreative Lösungen und gemeinschaftliches Handeln benötigt.

Die Idee für die Veranstaltungsreihe und das Projekt stammt von Ute Kilian, Forstwissenschaftlerin, ehemalige Leiterin der Fasanerie und Andreas Koridass, Künstler und Kommunikationsdesigner. Sie organisierten und leiteten das Projekt. Das Grünflächenamt finanziert das Projekt mit 15.000 €, das Kulturamt mit 9.000 €. Kulturamtsleiter Jörg-Uwe Funk ist begeistert von dem Projekt und der vielfältigen Umsetzung.
Kooperationspartner sind Künstler und Künstlerinnen aus Wiesbaden, Hessen und Rheinland-Pfalz, Künstler und Künstlerinnen des BBK- Wiesbaden (Berufsverband Bildender Künstler).
Bei einem Rundgang stellten Ute Kilian und Andreas Koridass die Künstler und Künstlerinnen und ihre Arbeiten vor:

Die Achtsamkeit mit der Natur war ein Grundsatz bei der Realisierung. Die Teilnehmenden und Besucher achteten darauf, keine jungen Bäumchen zu zerstören. Im Gegenteil lenken sie die Aufmerksamkeit auf die Naturverjüngung und somit die junge Waldgeneration. Uta Weil legt mit pinkfarbenen Kreisen aus Gaze den Blick auf die nächste Generation. Romana Menze-Kuhn besprüht eine Kreisfläche mit neongrüner, umweltfreundlicher Farbe: „green point … how to survive“. Johannes-Nandu Kriesche weist mit seiner Bodeninstallation „Waldgeflüster“ auf die unterirdischen Verbindungen hin. Marie-Luise Gruhne beschreibt mit dem Einsatz der Farbe Gold den Wert des Waldes.  

Die Beziehung von Mensch und Natur wird von zahlreichen Mitwirkenden thematisiert. Der „Wächter der Natur“ von Andreas Koridass entfernt sich vom Kreuz als Symbol für die Umweltbelastung und strebt in die Freiheit für die Rettung der Natur. Renate Reifert zeichnet auf der Innenseite von Baumrinden das „Drunter und Drüber“ des Waldes, der Zustand des Waldes geht ihr – wie den Bäumen – unter die Haut. Christiane Steitz, Vorsitzende des BBK Wiesbaden, gestaltet aus im Wald gefundenem Müll „Kulturpflanzen“. Walderinnerungen aus der Kindheit der teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen hält sie mit Scherenschnitten und Waldhonig fest. Kindheitserinnerungen waren Thema zum Beispiel bei Udo W. Gottfried. In seinem Environment „... Wenn ich mich erinnere ...“ wird seine Kindheit als Ideen-Kraft-Geber und Inspirationsquelle lebendig. Usch Quednau stellt mit zwei Holzplastiken, die sich am Wegrand gegenüberstehen die Frage „Werden sich Hase und Fuchs gute Nacht sagen?“ Brigitte Gutwerks blaue Waldtaucherin wird zur Vermittlerin zwischen Mensch und Natur und zum Symbol für die lebenswichtige Luft. Renate Schwarz-Kraft formt „Menschen des Waldes“ (Orang Utans) und einen Engel mit den verborgenen Augen der Natur. Sie ruft auf zum Sehen mit den „Augen der Natur“ auf. Hans-Jürgen Fulland malt Acrylbilder „Waldwerbung statt Wahlwerbung“.

Die Verbindung von Naturmaterialien und Kunst ist Thema bei Doris Bardong. Sie formte Kreise als Ausdruck der Einheit von Mensch und Natur. Barbara Braun formt mögliche neue „vegetabile Formen“. Aus Fundstücken aus dem Wald gestaltet sie tanzende Plastiken, der Wald wird zum Ort von Werden und Vergehen, Lebensreigen und Totentanz. Ulla Reiss fertigt aus vorgefundenem Material filigrane Orte für Elfen und Gnome. Begriffe aus der Forstwirtschaft und der Ökologie wie Regenerationskraft, Vielfalt, Vernetzung, Bodenschutz sind Themen der keramischen Skulpturen und Malerei von Ute Kilian.
Weitere Mitwirkende sind Sigrid Holighaus, Tine Kaiser, Cornelia Kandler, Bernhard Meyer, Ruth Ohlig-Kiesel, Betina Seibold und Klaus Seibold. Genauere Beschreibungen zu allen Arbeiten entnehmen Sie bitte der angehängten PDF.

Eine Schulklasse der Oranien-Schule ergänzte das Projekt und brachte die Sichtweise der jungen Generation zum Ausdruck.

Aufgrund der großen und positiven Resonanz wird das Projekt verlängert.

 

Am 27.11.2021 findet um 14 Uhr ein Gottesdienst und um 15 Uhr eine

Führung mit beteiligten Künstlern und Künstlerinnen statt.

Pressemitteilung

Kunstprojekt im Wald auf dem Goldstein
Mit dem Kunstprojekt im Wald auf dem Goldstein bei Rambach, unter dem Motto „Mensch – Natur – Kultur“, startete Ende Oktober eine Reihe des Grünflächenamtes, die sich dem Thema „Es liegt in der Verantwortung des Menschen, Natur und Kultur zu schützen“ widmet. 23 Künstler und Künstlerinnen arbeiteten seit dem 1. Oktober zu diesem Thema. Gabriele Wolter, Leiterin des Grünflächenamts, stellte das Kunstprojekt am 30. Oktober vor Ort vor.
Ziel des Projektes ist die Information über und die Lobbyarbeit für das Grün, für die Flächen, für die das Grünflächenamt zuständig ist - Wald, Parks und Bäume in der Stadt. Es geht um Schutz und Förderung der Artenvielfalt, Walderhaltung, Nachhaltigkeit, Boden, Wasser- und Gesundheitsschutz und um den Einsatz gegen die Klimakrise. Gleichzeitig sollen die Künstlerinnen und Künstler, die unter Corona besonders gelitten haben, eine Möglichkeit zur Arbeit und Präsentation ihrer Arbeit bekommen. Darüber hinaus stellt Kunst eine besondere Art und Weise des Zugangs zur Natur dar. Kunstschaffende arbeiten im Freien anders als im Atelier, es gibt andere Themen und Techniken. Waldbesucher, die vielleicht weniger in Museen und Galerien gehen, lernen bei ihren Spaziergängen Kunst kennen und werden möglicherweise angeregt, selbst kreativ zu sein. In ihren Werken wird auf die Bedrohung des Waldes und der Natur und somit unserer Lebensgrundlage hingewiesen. Kunst trägt so zur Bewusstseinsbildung bei.

Die Leiterin der städtischen Forstabteilung, Sabine Rippelbeck, erläuterte, dass auf der Waldfläche auf dem Goldstein 2020 und 2021 zahlreiche tote Fichten infolge von Trockenheit und Borkenkäferbefall gefällt wurden. Gesunde Bäume blieben stehen. Die Besucherinnen und Besucher sehen dort aber keine Kahlschlagfläche und keinen toten Wald, sondern einen Mischwald mit über zehn Baumarten und Bäumen unterschiedlichen Alters. Der Folgebestand besteht aus überwiegend natürlicher Verjüngung. Einige Bäume (erkennbar durch den Einzelschutz aus Holz) wurden zur Ergänzung gepflanzt. Die Veranstalter möchten die Folgen der Klimakrise nicht beschönigen, sondern – im Gegenteil – darauf aufmerksam machen. Das Projekt ist getragen von der Überzeugung, dass sich die Erde, und somit das Zuhause von Menschen, Tieren und Pflanzen, nur durch positives Denken und konsequentes Handeln retten lässt.

Die Idee für das Projekt stammt von Ute Kilian, Forstwissenschaftlerin und ehemalige Leiterin der Fasanerie, und Andreas Koridass, Künstler und Kommunikationsdesigner. Sie organisierten und leiteten das Projekt. Das Grünflächenamt finanziert das Projekt mit 15.000 Euro, das Kulturamt mit 9.000 Euro. Kulturamtsleiter Jörg-Uwe Funk zeigte sich begeistert von der vielfältigen Umsetzung des Themas.

Kooperationspartner sind Künstlerinnen und Künstler aus Wiesbaden, Hessen und Rheinland-Pfalz, Künstlerinnen und Künstler des BBK- Wiesbaden (Berufsverband Bildender Künstler). Sie alle begreifen das Projekt und die Veranstaltungsreihe als „Netzwerkveranstaltungen“; sie bringen sich und ihre spezifischen Fähigkeiten und Inhalte ein und stellen „Egoismen“ im Interesse der Sache zurück. Die Veranstalter sind überzeugt, dass man zur Lösung der anstehenden weltweiten Krisen kreative Lösungen und gemeinschaftliches Handeln benötigt.

Bei einem Rundgang stellten Ute Kilian und Andreas Koridass die Künstlerinnen und Künstler und ihre Arbeiten vor:

Die Achtsamkeit mit der Natur war ein Grundsatz bei der Realisierung. Die Teilnehmenden und Besucher achteten darauf, keine jungen Bäumchen zu zerstören. Im Gegenteil lenken sie die Aufmerksamkeit auf die Naturverjüngung und somit die junge Waldgeneration. Uta Weil legt mit pinkfarbenen Kreisen aus Gaze den Blick auf die nächste Generation. Romana Menze-Kuhn besprüht eine Kreisfläche mit neongrüner, umweltfreundlicher Farbe „green point … how to survive“. Johannes-Nandu Kriesche weist mit seiner Bodeninstallation „Waldgeflüster“ auf die unterirdischen Verbindungen hin. Marie-Luise Gruhne beschreibt mit dem Einsatz der Farbe Gold den Wert des Waldes.  

Die Beziehung von Mensch und Natur wird von zahlreichen Mitwirkenden thematisiert. Der „Wächter der Natur“ von Andreas Koridass entfernt sich vom Kreuz als Symbol für die Umweltbelastung und strebt in die Freiheit für die Rettung der Natur. Renate Reifert zeichnet auf der Innenseite von Baumrinden das „Drunter und Drüber“ des Waldes, der Zustand des Waldes geht ihr – wie den Bäumen – unter die Haut. Christiane Steitz, Vorsitzende des BBK Wiesbaden, gestaltet aus im Wald gefundenem Müll „Kulturpflanzen“. Walderinnerungen aus der Kindheit der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler hält sie mit Scherenschnitten und Waldhonig fest. Kindheitserinnerungen waren Thema zum Beispiel bei Udo W. Gottfried. In seinem Environment „... Wenn ich mich erinnere ...“ wird seine Kindheit als Ideen-Kraft-Geber und Inspirationsquelle lebendig. Usch Quednau stellt mit zwei Holzplastiken, die sich am Wegrand gegenüberstehen, die Frage „Werden sich Hase und Fuchs weiterhin gute Nacht sagen?“ Brigitte Gutwerks blaue Waldtaucherin wird zur Vermittlerin zwischen Mensch und Natur und zum Symbol für die lebenswichtige Luft. Renate Schwarz-Kraft formt „Menschen des Waldes“ (Orang Utans) und einen Engel mit den verborgenen Augen der Natur. Sie ruft zum Sehen mit den „Augen der Natur“ auf. Hans-Jürgen Fulland malt Acrylbilder „Waldwerbung statt Wahlwerbung“.

Die Verbindung von Naturmaterialien und Kunst ist Thema bei Doris Bardong. Sie formte Kreise als Ausdruck der Einheit von Mensch und Natur. Barbara Braun formt mögliche neue „vegetabile Formen“. Aus Fundstücken aus dem Wald gestaltet sie tanzende Plastiken, der Wald wird zum Ort von Werden und Vergehen, Lebensreigen und Totentanz. Ulla Reiss fertigt aus vorgefundenem Material filigrane Orte für Elfen und Gnome. Begriffe aus der Forstwirtschaft und der Ökologie wie Regenerationskraft, Vielfalt, Vernetzung, Bodenschutz sind Themen der keramischen Skulpturen und Malerei von Ute Kilian. Weitere Mitwirkende sind Sigrid Holighaus, Tine Kaiser, Cornelia Kandler, Bernhard Meyer, Ruth Ohlig-Kiesel, Betina Seibold und Klaus Seibold. 

Eine Schulklasse der Oranienschule ergänzte das Projekt und brachte die Sichtweise der jungen Generation zum Ausdruck.

Aufgrund der großen und positiven Resonanz wird das Projekt verlängert. Am Samstag, 27. November, findet um 14 Uhr ein Gottesdienst und um 15 Uhr eine Führung mit beteiligten Künstlerinnen und Künstlern statt.

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Herausgeber:
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der Landeshauptstadt Wiesbaden
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marie luise gruhne
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